Maestri
UNSERE DOZENTEN
Claudio Rado wird Konzertmeister und musikalischer Leiter der Barockbiennale 2026 –27 sein.
Im Laufe der mehr als 25-jährigen Tätigkeit wurde das Projekt von erfahrenen Künstlern auf dem Gebiet der alten Musik unterstützt. Dazu gehören Andrea Marcon, Giuliano Carmignola, Gabriele Pro, Ivano Zanenghi, Stefano Montanari, Mario Brunello, Alberto Busettini, Alessandro Cappelletto und Massimo Raccanelli.

Claudio Rado

Gabriele Pro

Massimo Raccanelli Zaborra

Alessandro Cappelletto

Ivano Zanenghi

Alberto Busettini

Alberto Busettini

Gabriele Pro – Musikalische Leitung und Konzertmeister
Vom Gramophone Magazin als „einer der aufregendsten jungen Namen in der Szene der Alten Musik“ (One to watch) bezeichnet, etabliert sich Gabriele Pro in der internationalen Szene als Protagonist der neuen Generation barocker Geiger. Mit Auszeichnung und ehrenvoller Erwähnung erwarb er unter der Leitung von Enrico Onofri seinen Master-Abschluss in Barockvioline. Ebenso weißt er einen Abschluss in Musikwissenschaften von der Universität Rom „La Sapienza“ vor. Seine Konzerttätigkeit führte ihn dazu, als Solist oder in einer führenden Rolle auf den wichtigsten Festivals und Konzertsaisons in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten zu spielen. Dazu gehören: MA Festival Brügge, MITO settembre musica, Resonanzen Wien, Tage Alter Musik – Herne, Muziekcentrum De Bijloke – Ghent, Filarmonica Romana, Pomeriggi Musicali, Festival Monteverdi, Società dei concerti „B. Barattelli“.
Gabriele Pro hat mit zahlreichen Orchestern und Kammermusikgruppen gespielt, wie zum Beispiel: Le Concert des Nations, Accademia Bizantina, Il Giardino Armonico, Academia Montis Regalis, Ensemble Zefiro, Enea Barock Orchestra, Venice Baroque Orchestra, Concerto Romano, La Fonte Musica. Die enge Zusammenarbeit unter Anleitung von international renommierten Musikern, wie: Jordi Savall, Enrico Onofri, Ottavio Dantone, Giovanni Antonini, Alfredo Bernardini, Antonio Florio, Alessandro Quarta, Fabio Biondi, Dmitry Sinkovsky und Ann Hallenberg führten ihn zu Auftritten in bedeutende Konzertsäle, wie: Carnegie Hall, Berliner Philharmonie, Philharmonie de Parigi, Het Concertgebouw, Wiener Konzerthaus, Elbphilharmonie, Teatro Massimo di Palermo, Theater an der Wien, Pierre Boulez Saal, Teatro Carlo Felice, Teatro Dal Verme. Aufnahmen hat er für Sony, Glossa, Passacaille, Alia Vox, Arcana, Cristophorus, Tactus, Dynamic, Brilliant und für Rai, ORF, WDR, BR-Klassik und NTR eingespielt. Im Jahr 2023 wurde er zum Generalmusikdirektor des Enea Baroc.

Claudio Rado – Violine
Begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel und schloss seine Ausbildung am Conservatorio A. Steffani in Castelfranco Veneto bereits mit siebzehn Jahren in der Klasse von Giorgio Fava ab. Anschließend setzte er seine Ausbildung an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom fort, wo er einen dreijährigen Aufbaustudiengang bei Sonig Tchakerian absolvierte. Darüber hinaus studierte er bei Giuliano Carmignola an der Accademia Chigiana in Siena, wo er 2010 mit dem Diploma speciale di Merito ausgezeichnet wurde, sowie beim Trio di Parma an der Accademia di Duino, wo er 2014 den Premio Bruno Premuda erhielt.
Sein Interesse an Alter Musik führte ihn zur Spezialisierung auf die historisch informierte Aufführungspraxis. 2016 wurde er in das European Union Baroque Orchestra (EUBO) aufgenommen, mit dem er an einer Europatournee teilnahm. Anschließend studierte er Barockvioline bei Leila Schayegh an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er 2019 seinen Masterabschluss cum laude erwarb. 2026 nahm er an derselben Institution ein Masterstudium in Musikpädagogik auf, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Unterricht der Barockvioline und dem Verhältnis zwischen historischer und moderner Violintechnik.
Seine Konzerttätigkeit konzentriert sich vorwiegend auf den Bereich der Alten Musik, sowohl als Konzertmeister als auch als Solist. Er ist Konzertmeister des Los Elementos Ensemble unter der Leitung von Alberto Miguélez Rouco, mit dem er regelmäßig in ganz Europa auftritt. Dieselbe Position bekleidet er im Ensemble Sestier Armonico unter der Leitung von Giulio De Nardo, mit dem er Il Suono Ritrovato (InAures, 2025) einspielte, eine Aufnahme mit Werken von Antonio Vivaldi für Violine und obligate Orgel. Die Einspielung wurde von der internationalen Fachpresse vielfach ausgezeichnet und von der spanischen Zeitschrift Scherzo unter die 25 besten Aufnahmen des Jahres 2025 gewählt.
Darüber hinaus arbeitet er regelmäßig mit Ensembles wie Gli Angeli Genève, La Cetra Barockorchester, Il Gusto Baroccound Abchordis Ensemble zusammen.
Er trat bei zahlreichen Festivals und in renommierten Konzertsälen auf, darunter die Innsbrucker
Festwochen der Alten Musik, das Stockholm Early Music Festival, das Festival de Saintes, das Festival Pablo Casals, das BOZAR in Brüssel, das Auditorio Nacional de Música, das Teatro de la Zarzuela in Madrid und die Victoria Hall in Genf.
Im August 2026 wurde er als Konzertmeister für Händels Oper Atalanta zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musikeingeladen. Die Aufführung erfolgte mit dem Orchester der Schola Cantorum Basiliensis unter der musikalischen Leitung von Andrea Buccarella.
Im September 2025 veröffentlichte das niederländische Label Challenge Classics seine erste SoloCD, From the Library of Pisendel, die er gemeinsam mit dem Cembalisten Julio Caballero Pérez aufnahm. Das Programm widmet sich dem Repertoire für Violine und Basso continuo aus der Handschriftensammlung von Johann Georg Pisendel, dem Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle. Es umfasst Sonaten von Albinoni, Veracini, Pisendel, Benda sowie eines anonymen Komponisten und vermittelt einen Einblick in den musikalischen Reichtum und Kosmopolitismus des Dresden des 18. Jahrhunderts.
Zu seiner Diskografie gehören außerdem Monteverdis Weihnachtsvesper mit dem La Cetra
Barockorchester unter der Leitung von Andrea Marcon (Deutsche Grammophon, 2022) sowie fünf Einspielungen mit Los Elementos, darunter Venus y Adonis (Aparté, 2025), ausgezeichnet mit einem Diapason Découverte und einer Ehrung durch den Preis der deutschen Schallplattenkritik.
Im Juni 2026 nahm er in Basel ein Aufnahmeprojekt auf, das sich der Entwicklung und Etablierung der Violinvirtuosität im Madrid der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts widmet. Im Mittelpunkt steht die Begegnung zwischen der italienischen und der spanischen Musiktradition am Hof von Philipp V. von Bourbon und Elisabeth Farnese, Prinzessin von Parma und Königin von Spanien.
Er spielt eine Violine von Franco Simeoni aus dem Jahr 2013 sowie eine José-Contreras-Violine von 1767, die zur Sammlung Tarapiella-Pàmies gehört und ihm dank der Unterstützung einer Basler Stiftung zur Verfügung gestellt wurde.
UNSERE DOZENTEN
Gabriele Pro – Konzertmeister und musikalische Leitung
Massimo Raccanelli Zaborra – cello
Alessandro Cappelletto – solo violine
Ivano Zanenghi – laute und projektmentor
Alberto Busettini – cembalo
Claudio Rado – violine