Workshop

Junges Musikpodium Dresden - Venice

ITALIEN: 29 AUGUST – 6 SEPTEMBER 2027

DEUTSCHLAND: MAI 2028

Im Herbst 2026 und im Frühjahr 2027 werden die jungen Musikerinnen und Musiker ausgewählt, die an dieser Ausgabe des Junges Musikpodium teilnehmen. Die Auswahl erfolgt in koordinierter Zusammenarbeit zwischen musikalischer und organisatorischer Leitung sowie den Konservatorien von Udine (Italien) und Straßburg (Frankreich) und dem Musikgymnasium Dresden (Deutschland). Die Teilnehmenden sind zwischen 15 und 26 Jahre alt. Für die Barock-Biennale 2027/28 wird das Orchester von Gabriele Pro vorbereitet und geleitet, einem international anerkannten Violinisten und Konzertmeister im Bereich der Alten Musik. Unterstützt wird er von Ivano Zanenghi, einem venezianischen Lautenisten und Experten des Repertoires der Serenissima. Das Ensemble setzt sich aus Schülern des Musikgymnasiums „C. Maria von Weber“ in Dresden sowie Studierenden der Konservatorien von Straßburg (Frankreich) und J. Tomadini in Udine (Italien) zusammen.

Anlässlich der Ausgabe 2027/28 wird das Orchester aus Schülern und Studierenden der Konservatorien von Udine und Straßburg sowie aus Dresden gebildet. Der Workshop konzentriert sich auf das barocke Repertoire und die barocke Aufführungspraxis. Aufgrund des jungen Alters der Teilnehmenden werden moderne Instrumente bei einem Kammerton von 440 Hz verwendet; Vorerfahrungen im Bereich der Alten Musik sind nicht erforderlich. Der Workshop versteht sich ausdrücklich als erster, frischer und begeisternder Zugang zur italienischen Barockmusik, zu ihren technischen und expressiven Möglichkeiten und insbesondere zu jenen italienischen Komponisten, die in Dresden tätig waren oder für dessen berühmtes Orchester komponierten. Den ausgewählten Jugendlichen wird ein vollständiges Ausbildungsprogramm angeboten, einschließlich Verpflegung und Unterkunft für die gesamte Dauer des Workshops sowie der Transfers zu den Konzertorten und der Reise nach Deutschland. Allen Teilnehmenden wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die für den Erwerb von Ausbildungs- bzw. Studienleistungen anerkannt werden kann.

ORT DER KÜNSTLERISCHEN WORKSHOP IN ITALIEN: Künstlerische Residenz in der Stadt Udine. Die Teilnehmenden werden im Hotel Friuli in Udine mit Übernachtung und Frühstück untergebracht. Die Organisation übernimmt während des gesamten Aufenthalts die Verpflegung in verschiedenen Partnerrestaurants. Auch die Transfers zu den Konzertorten werden vom Verein Junges Musikpodium Dresden – Venedig organisiert.

Die erwartete Orchesterbesetzung für dieses Projekt setzt sich zusammen aus:

  • 4 erste Violinen
  • 4 zweite Violinen
  • 3 Violas
  • 2 Violoncelli
  • 1 Kontrabass
  • 2 Querflöten
  • 2 Oboen
  • 1 Fagott
  • 1 Cembalo

DAS PROGRAMM

Mit besonderem Augenmerk auf Musikseiten aus dem SLUB-Archiv – Sächsische Landesbibliothek Staats- und Universitätsbibliothek Dresden setzt sich das Konzertprogramm aus: Concerti grossi, Solokonzerte, Sinfonien, Arien und Ouvertüren aus dem venezianischen und deutschen Repertoire der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zusammen.

Pressekonferenzen zur Präsentation sind in Venedig und Dresden geplant.

JMP-THEMA 2027–2028

JMP-THEMA 2027–2028: Das diesjährige Konzept widmet sich der Republik Venedig unter dem Thema GRENZEN. Udine ist eine Stadt mit ausgeprägt venezianischem Charakter, da sie von 1420 bis 1797 zur Serenissima gehörte. Das JMP wird die Atmosphäre Venedigs somit aus einer anderen Perspektive erleben und sein Konzertprogramm anschließend an Orte bringen, die einst die Grenzen der Republik markierten, etwa nach Piran. Das Thema der Grenzen kann auch aus musikalischer Sicht untersucht werden: etwa anhand von Komponisten wie Giuseppe Tartini (1692–1770), die für diese Grenzregionen stehenoder durch die Auswahl von Kompositionen, in denen die Grenzen zwischen Stilen oder musikalischen Formen bewusst überschritten wurden, um neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen – ein Prozess, der in Venedig und Dresden bewusst gepflegt wurde. Die Grenze steht dabei nicht nur für eine geografische oder politische Trennung, sondern wird zu einem Raum der Begegnung. Venedig und Dresden gehörten unterschiedlichen politischen und kulturellen Räumen an, waren jedoch durch die Zirkulation von Musik, Musikerinnen und Musikern sowie Ideen miteinander verbunden. Durch das Überschreiten von Grenzen trat der italienische Musikstil in einen Dialog mit demjenigen Mitteleuropas und führte zur Entstehung neuer Ausdrucksformen.

KONZERTKALENDER