Workshop

Junges Musikpodium Dresden - Venice

31 AUGUST – 8 SEPTEMBER 2025

Das Orchesterstudium und der Workshop werden in der Villa Flangini in Asolo (TV) stattfinden. Während des künstlerischen Aufenthalts warden die Schüler in dieser Villa aus dem 18. Jahrhundert leben und so gemeinsam musikalische und sprachliche Erfahrungen teilen. Ensembles- und Registerproben wechseln sich mit Unterricht in der Improvisation und Verzierungen der Barockmusik ab. Während der Orchesterproben werden die Schüler vom Maestro di concerto begleitet und angeleitet. Vorbereitungslehrer aus Italien und Deutschland arbeiten dann mit den Schülern in Teilproben, die dem Basso Continuo oder den Blasinstrumenten gewidmet sind. Im Herbst 2024 und im Frühjahr 2025 werden die jungen Musiker, welche am nächsten Projekt des Jungen Musikpodiums teilnehmen, ausgewählt. Die Auswahl erfolgt durch koordinierte Absprachen zwischen der musikalischen und organisatorischen Leitungzusammen mit den Konservatorien von Venetien (Italien), dem Friaul-Julisch-Venetien (Italien), Straßburg (Frankreich) und dem Sächsischen Landesgymnasium für Musik Dresden (Deutschland). Das Orchester wird von einem international renommierten Konzertmeister aus dem Bereich der Barockmusik vorbereitet und geleitet.

Die erwartete Orchesterbesetzung für dieses Projekt setzt sich zusammen aus:

  • 5 erste Violinen
  • 5 zweite Violinen
  • 4 Violas
  • 3 Violoncelli
  • 1 Kontrabass
  • 2 Querflöten
  • 2 Oboen
  • 1 Fagott
  • 2 Hörner
  • 1 Cembalo
  • 1 Laute

DAS PROGRAMM

Mit besonderem Augenmerk auf Musikseiten aus dem SLUB-Archiv – Sächsische Landesbibliothek Staats- und Universitätsbibliothek Dresden setzt sich das Konzertprogramm aus: Concerti grossi, Solokonzerte, Sinfonien, Arien und Ouvertüren aus dem venezianischen und deutschen Repertoire der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zusammen. Für die Jahre 2025 – 26 ist insbesondere die Transkription und die erste und moderne Aufführung einiger Seiten aus dem berühmten Archiv geplant, welche Venedig und Dresden durch jahrhundertelangen musikalischen Austausch und Kontakt verbindet.

Johann Friedrich Fasch (1688 – 1758) 
Konzert für Violine, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Hörner, Fagott, Streichen und Continuo in D-Dur, FWV L:D5

Allegro – Largo – Allegro

Johann Joachim Quantz (1697 – 1773)

Konzert für 2 Flöten, Streichen und Continuo in G-Moll, 6:8a

Allegro – Amoroso con sordini – Presto

Antonio Vivaldi (1678 – 1741)

Aria “Or che cinto ho il crin d’alloro” für Sopran, 2 Hörner, 2 Oboen, Streichen und Continuo

“Giustino” RV 717, Roma – 1724

Antonio Vivaldi (1678 – 1741)

Aria “Leggi almeno tiranna infedele” für Sopran, 2 Hörner, 2 Oboen, Streichen und Continuo

“Ottone in Villa”, RV 729, Vicenza – 1726

Johann Georg Pisendel (1687 – 1755)
Konzert für Violine, Streichen und Continuo in G-Moll, JunP I.1

Largo e staccato – Allegro – Largo – Allegro

Georg Friedrich Handel (1685 – 1759)

Aria “Come nube che fugge dal vento”, für Sopran, Violine, 2 Oboen, Streichen und Continuo

“Agrippina”, HWV 6, Venezia – 1709

Antonio Vivaldi (1678 – 1741)
Konzert für Violine, 2 Oboen, 2 Hörner, Fagott, Streichen und Continuo in F-Dur RV 569

Allegro – Grave – Allegro

 

Benedetta Zanotto – Sopran

Gabriele Pro – Violine und Konzertmeister

Junges Musikpodium Orchestra

 

Pressekonferenzen zur Präsentation sind in Venedig und Dresden geplant.

(Ein) Besonderer Gast des JMP: Benedetta Zanotto, Sopran

Die Stimme einer großartigen Sopranistin kehrt zurück, um das Programm des Jungen Musikpodium zu bereichern: Der Begriff „zurückkehren“ ist in diesem Fall mehr denn je zutreffend, denn Benedetta Zanotto stand einige Jahre lang als Geigerin beim Jugenmusikpodium Dresden-Venedig und widmete sich dann nach ihrem Abschluss dem Barockgesang. Die Weichheit ihrer Stimme, die Leichtigkeit in den Höhen und die für das Barockrepertoire notwendige Beweglichkeit haben ihr eine rasante international Karriere beschert. Im Jahr 2025 möchte sie mit ihrer Teilnahme beim JungenMusikpodium bezeugen, wie sehr das Projekt einzelnen Musikern in ihrer Entwicklung helfen und sie auf ihren Ausbildungsweg positiv beeinflussen kann. Benedetta Zanotto begann ihre musikalische Ausbildung schon in jungen Jahren mit Geige und Klavier. Später dann besuchte sie das Konservatorium „A. Steffani“ in Castelfranco, wo sie unter der Leitung von Andrea Vio ihr Violindiplom erhielt. Neben dem Geigenstudium begeisterte sich Benedetta Zanotto für den Barockgesang und trat in die Klasse vonMonica Piccinini ein, zunächst am Konservatorium „E.F. Dall'Abaco“ in Verona, später dann am Konservatorium „F. Venezze“ in Rovigo, wo sie derzeit den zweijährigen Kurs besucht. Benedetta Zanotto nahm an den verschiedensten Meisterkursen bei Emma Kirkby, Sonia Tedla und Alessandro Quarta, organisiert von der Italienischen Stiftung für Alte Musik in Urbino, und bei Roberta Invernizzi an der Musik und Kunst Privatuniversität (MUK) in Wien, teil. Außerdem erhielt sie ein Stipendium der Vivaldi-Akademie der Cini-Stiftung in Venedig, welches ihr die Teilnahme an einem Meisterkurs bei der Sopranistin Veronica Cangemi ermöglichte. Kürzlich war sie Finalistin bei diversen renommierten Barockgesangswettbewerben. Außerdem wurde sie für das Stradella Young Project im Rahmen des Alessandro Stradella Barockfestivals ausgewählt, das vom Ensemble Mare Nostrum und Maestro Andrea de Carlo geleitet wird, mit welchen sie im September 2023 auf Tournee zwischen Rom, Viterbo und anderen Orten in Lazio auftrat.
Im Oktober 2023 wurde sie vom Ensemble „I Madrigalisti Estensi“ für eine CD-Produktion ausgewählt, die bei dem Label NovAntiqua Records mit unveröffentlichter Musik von A.M. Pacchioni erscheinen wird. Benedetta Zanotto wurde als Solistin für die Gruppe „L'arte de' Sonadori“ ausgewählt, die auf das venezianische Repertoire des 17. Jahrhunderts spezialisiert sind, mit denen sie in verschiedenen Konzerten in Veneto auftrat. Im Sommer 2024 gab sie ihr Debüt beim Monteverdi-Festival, Festival Risonanze und Internationalen Festival von Portogruaro. Benedetta Zanotto begeisterte sich schon immer für Alte Musik, begann mit dem Spiel der Barockvioline und spezialisierte sich damit dann am Konservatorium „Dall'Abaco“ in Verona, wo sie unter der Leitung von Daniela Nuzzoli ihr Studium absolvierte. Sie war Teil des Baroquip-Ensembles und ist derzeit Mitglied des „Orchestra Lorenzo Da Ponte“, spezialisiert auf historische Instrumente, unter der Leitung von Maestro Roberto Zarpellon. Aufgrund ihrer umfangreichen Chor- und Orchestererfahrung trat sie in Italien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf und arbeitete mit Ensembles wie dem Coro del Friuli Venezia Giulia, dem Gruppo d'Archi Veneto, dem Musikpodium Dresda-Venezia und dem Orchestre et Chœur des Universités de Paris und trat in renommierten Häusern wie dem Auditorium von Radio France, dem Teatro La Fenice, dem Teatro Ristori, dem Teatro Olimpico, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden und dem Musikinstrumenten- Museum in Berlin auf.

KONZERTKALENDER